„Wir nehmen den Ersten, der den Preis bezahlt.“

👉  "Mythos oder Wahrheit ? 

Der erste Kaufkandidat ist begeistert.
✔️ Angebotspreis akzeptiert.
✔️ Finanzierungvolumen einer Bank vorgelegt.
✔️ Das Haus wird reserviert. Der Verkäufer (und der Makler) sind happy.

Weitere Besichtigungen? Werden abgesagt. Das Objekt auf reserviert gestellt.
• Viele Telefonate folgen. Wochen vergehen. 
• Die Bank benötigt noch "weitere" Unterlagen. (obwohl bereits alles vollständig vorliegt)
• Es fehlen noch Rückmeldungen. Bankmitarbeiter sind in Urlaub etc pp.
• Der Notartermin wird verschoben oder wurde noch gar nicht beauftragt.

👉 Fallstrick: 
Der Verkäufer möchte eigentlich nur noch eines - Endlich abschließen. Er ist nervlich angespannt. Klassische Zermürbungstaktik.

Ich nenne es die "Reservierungsfalle!"


👉 Und genau hier entsteht das eigentliche Risiko. Der potenzielle Käufer hat den Verkäufer einfach mürbe gemacht.  Und genau das war von Anfang an sein Plan. Er hat den Verkäufer, wo er ihn haben will.
❌ kein direkter Wettbewerber in Sicht
❌ Objekt praktisch nicht mehr am Markt
❌ viel Zeit ist vergangen, der Verkäufer ist stark nervös
❌ Verkäufer hat keinerlei Alternativen

Dann kommt der ersehnte Anruf. Der Verkäufer setzt erst JETZT - in diesem Moment - zu seiner eigentlichen Verhandlung an:
⚠️ "Die Finanzierung klappt ... allerdings nur, wenn wir den Kaufpreis noch einmal anpassen ..."

Plötzlich steht der Verkäufer vor einer unnötigen und schweren Entscheidung.
🔹 Noch einmal von vorne beginnen? 
🔹 Oder ...Nachgeben, weil das Haus seit Wochen reserviert ist und der gesamte Verkaufsprozess wieder bei null beginnen würde?

Viele entscheiden sich für Letzteres. Weil sie nach Wochen des Wartens den Hausverkauf einfach nur noch abschließen möchten.

⚠️ Der erste Käufer ist nicht automatisch der beste Käufer. 
Manchmal beginnt die eigentliche Preisverhandlung erst, nachdem das Haus längst als „reserviert“ gilt.   Bleiben Sie wachsam! 
 

✅ Ein seriöser Immobilienverkauf braucht deshalb immer drei Dinge: 
◾ Eine objektive Marktwertermittlung
◾ Eine nüchterne Verhandlungskompetenz
◾ Professionelle Distanz zwischen persönlicher Beziehung und wirtschaftlicher Entscheidung